Sonntag, 19. Juli 2015

hamburg triathlon 2015


dieses wochenende war es endlich soweit - hamburg triathlon. juchuuuu :-)



gestern waren wir zum zugucken und anfeuern an - heute befand ich mich selber auf der strecke. ein heimspiel. olympische distanz. yeah!

gestern morgen weckte uns neben des radios auch der regen, der draußen auf die straße prasselte. der hörte jedoch bald auf, es folgte ein toller wettkampftag für meine trainingskolleginnen und -kollegen.

heute sollten wir athleten da weniger glück haben. im grunde begleitete das hamburger schmuddelwetter sämtliche teilnehmer von morgens an fast durchgängig bis zum nachmittag. und auch die elite jungs und mädels erwarteten regennasse straßen. kein guter tag für rekorde heute...

mir war also klar, daß es ein langsames rennen wird. daß es für mich aber noch wesentlich langsamer werden würde, als eh schon erwartet, stellte sich nach 3 kilometern auf dem rad heraus: ich hatte einen platten :-/// das ist mir in meinen fast 4 jahren triathlon bisher noch nie passiert - aber irgendwann ist immer das erste mal.

da stand ich also. auf der reeperbahn. anfangs hörte ich nur ein geräusch. vom vorderrad herrührend. dachte ich jedenfalls. ich konnte jedoch kein problem ausmachen. und wollte schon weiterfahren. da fühlte ich den platten hinterreifen unter meinem hintern. ach du k**** :-/// nette, angetrunkene, vor einer kneipe sitzende gesellen krönten mein abgenervtsein mit saudoofen bemerkungen, wie "schneller, schneller. johooooo, gib alles." und so weiter. bis ich sie lauthals anbrüllte. sowas kann ich ab! ich habe ein problem. das sieht man doch :-( BÄHM!!! schwupps. sie waren still.

nun erstmal runter von der strecke. und beruhigen. ich war ja auf so einen fall vorbereitet! also rein theoretisch. hypothetisch. ich hatte jedenfalls alles dabei: schlauch, montierhebel, pumpe. soweit - so gut. ich habe auch schon mehr als einmal einen reifen geflickt. bei meinem tourenrad. aber ich befand mich beim flicken niemals in einer wettkampfsituation. es regnete dabei auch nie. und ich fühlte mich dabei auch noch nie so allein :-/

und ich hatte natürlich derbste schwierigkeiten. ich bekam den mantel nicht von der felge. das hat ewig gedauert! und dann bekam ich ihn natürlich nicht mehr drauf :-( zwei nette typen standen mir bei. mental. sie durften mir ja nicht helfen. keine hilfe von außen. WARUM EIGENTLICH NICHT??? die sollten ja nicht den schlauch für mich wechseln. nur zur hand gehen....

ätzend! irgendwann habe ich sie doch gebeten, mir zu helfen. nur eine hand leihen! ich hatte keine wahl. konnte nur hoffen, daß es niemand sieht. alternativ hätte ich aufgeben müssen. so ging es. endlich. ich sah aus wie sau! aber ich konnte weiter.

dann sah ich auf der kompletten strecke permanent athleten mit platten reifen. so was habe ich noch nicht erlebt. was war denn da bloß los auf der strecke??? vielleicht gibt es darüber eines tages aufklärung.

von nun an fuhr und lief ich ein entspanntes rennen. meine zeit war eh vergeigt. im zielbereich auf den tribühnen rechts und links erwarteten mich meine bessere hälfte und viele weitere tollen menschen, die mich über den blauen teppich förmlich ins ziel trugen mit ihrem beifall und ihrem jubel. und es war das erste mal, daß ich das wirklich ganz bewußt wahrnahm ;-)

und bekam dort meine - wie ich finde - diesmal wirklich mehr als verdiente medaille :-D



und da heute das wetter nicht so toll war, gibt es einfach weitere impressionen von samstag :-)))









nun habe ich drei wochen pause. also wettkampfpause. dann geht es in die zweite saisonhälfte ;-)

und jetzt geht es erschöpft - aber zufrieden! - ins bett!


guten abend. und gute nacht :-)))


Kommentare:

  1. Hammer! Glückwunsch dir und genieße das Finisherglück. Hab echt Respekt vor so einer Leistung (bei mir würds' am Kraulen von 1,5 km scheitern). Gut gemacht mit dem Platten, ich hab ja immer Angst, dass mir sowas auch mal passiert. Liegt im Bereich des Möglichen, wenn man radelt ;-)
    Gruss,
    Sarah

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    1. hallo sarah
      vielen dank für die glückwünsche :-)
      ach weißt du - man kann alles lernen. auch kraulen. wobei das - je älter man wird - immer schwerer werden soll. ich habee mal eine frau beim schwimmen getroffen, die das komplett neu lernen mußte bzw. wollte und sie hat sich tatsächlich sehr schwer getan... ich habe das glück, daß ich schon als kind eine ganz gute schwimmerin war. mir fällt das laufen immer am meisten schwer :-/
      das mit dem platten hat letztenendes gut geklappt. kurzzeitig wollte ich auch alles hinwerfen :-D
      liebe grüße,
      sandra

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  2. Liebe Sandra,

    meinen großen Respekt, dass Dich die Panne vor dem Publikum, bei dem Wetter und unter Wettkampfstreß nicht völlig aus dem Konzept gebracht hat und Du Dein Rennen trotzdem super durchgezogen hast. Glückwunsch also zum Finish! :-)

    Eine erholsame Wettkampfpause wünscht Dir
    Volker

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    1. lieber volker,
      vielen dank :-)
      sie panne hat mich völlig aus dem konzept gebracht!!! ich habe das nur nicht gezeigt :-D solche unvorhergesehenen dinge sind für mich relativ schwer auszuhalten. aber man wächst an seinen herausforderungen. ist das nicht wunderbar? ;-))))
      ich habe die wettkampfpause schon halb überstanden. juuuchu! :-D
      liebe grüße von hier nach da,
      sandra

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    2. ich meinte natuerlich TRAININGSpause :-))))

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  3. Herzlichen Glückwunsch, dass du dich trotz aller Widrigkeiten durchgekämpft hast! Muss ein Wahnsinnsgefühl sein, wenn man mit dem Jubel ins Ziel einläuft :) Eine gute Zeit wird's dann eben nächstes Mal, wenn die Technik mitspielt ;)
    Liebe Grüße,
    Carla

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    1. huhuuu carla :-)
      vielen dank! ja, es war ein gutes gefühl. es war mit zwischenzeitlich kurz verloren gegangen... aber spätestens nach dem erfolgreichem schlauchtausch kehrte der kampfgeist und das lächeln auf dem gesicht zurück. und die zeit, die ist rein netto (also die panne einmal abgerechnet ;-) sogar besser, als im letzten jahr. von daher alles wunderbar :-)
      liebe grüße,
      sandra
      p.s. das möhrensaatenbrotrezept folgt - ich habe es nicht vergessen!

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  4. Liebe Sandra,
    ich verstehe das auch nicht, dass externe Hilfe verboten ist. Ich hatte das ja auch schon mit dem Platten und war auch erst nicht fähig den Mantel abzumachen.
    Aber gut, du hast es geschafft und alles, was einen nicht umbringt, macht einen härter :lol:
    Ich finde es jedenfalls großartig, dass du weiter gemacht hast.
    Bei meinem Platten damals waren übrigens ausgestreute Reißzwecken Schuld.
    Keine Ahnung warum Leute sowas machen :-(
    Ich gratuliere zum Triathlon mit Reifenwechsel :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. liebe helge,
      vielen dank. es fühlt sich verdammt gut an. erfolgreicher triathlon mit reifenwechsel :-)
      ich kann es insofern verstehen, als daß ich auch nicht richtig finden würde, wenn jemand anderes mein rad komplett repariert. aber ich habe das gemacht! und die beiden typen bzw. ja nur der eine, hat mir im grunde nur eine hand geliehen. der blöde mantel rutschte immer an der gegenüberliegenden seite wieder raus... :-/ und man darf ja auch nicht vergessen, unter welchem druck man in der wettkampfsituation steckt UND ich bin schließlich ein määädchen ;-))) da muß man schon mal ein auge zudrücken. jawohl! männer dürfen/müssen natürlich weiterhin gern ganz allein schlauch wechseln. ohne hilfe. männer können das! tschaakaaaa :-D
      reißzwecken auslegen auf einer radstrecke ist ja ne ganz tolle nummer. das ist bisschen wie vergiftete hundeköder auslegen. unfaßbar feige taten. bäh!
      liebe grüße!
      sandra

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  5. Oh wie cool,
    da will ich auch unbedingt nochmal hin. Zweimal bin ich schon gestartet. Beim letzten Mal hatte sich mein Startnummernband gelöst und schön im hinteren Kettenblatt verhakt. War auch ein schöner Anblick für die Zuschauer. Ich habe versucht, ganz cool und ruhig zu wirken und innerlich wollte ich einfach nur schreien: "So ein verd... Sch... Piiiieeeeep!"
    Im Kraichgau hatte ich damals das "Glück", dass ich zu langsam auf dem Rad war und die Fahrer vor mir, also Helge, die Reisnägel schon "eingesammelt" hatten.
    Aber jetzt hast du die "Erfahrung" gemacht, die wohl jeden mal ereilt und du hast es hinter dir.
    Herzlichen Glückwunsch.
    Liebe Grüße
    Karina

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    1. moin karina
      ja, witzig oder? wie man nach außen hin ganz cool rüberkommen will (was man mit sicherheit nicht tut) und innerlich kochte man vor wut. aber ganz kurz konnte ich meine wut ja rauslassen. und das hat wirklich gut getan. im grunde müßte ich den vollpfosten aus der kneipe dankbar sein ;-)))) hach, schön... hinterher kann man drüber lachen. ist ja auch gut so. und schön, daß wir langsamen auch mal einen vorteil haben. immerhin sind die guten sachen am buffet immer schon weg, wenn wir ins ziel kommen :-D und wenn ein platten einen nur einmal ereilt - wunderbar. dann habe ich es tatsächlich jetzt hinter mir. juchuuu!
      bis nächstes jahr in hamburg??? (falls du nicht wesentlich größeres vorhaben solltest....) :-)
      liebe grüße,
      sandra

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    2. Hallo Sandra,
      Hamburg klappt erst wieder, wenn unsere Sommerferien wieder mal früher beginnen und das Wettkampf-WE mit unserem Urlaubsbeginn zusammen fällt. Denn nur für ein Wochenende ist es zu weit. Nächstes Jahr klappt wahrscheinlich noch nicht, obwohl ich nichts größeres vorhabe :-) .
      Liebe Grüße
      Karina

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